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Die Welt und so

Hey, wir gehen vor die Hunde. Aber das weiss man doch nicht erst seit gestern. Denn in spätestens 1,9 Milliarden Jahre ist die Sonne soweit, dass sie die Erde in einen galaktischen Backofen verwandelt. Leben, wie es heute bekannt ist, wird sich da kaum wohl fühlen und folgerichtig verschwinden. Warum machen wir uns also Sorgen um den Klimawandel, wenn die Apokalypse ja sowieso nicht zu verhindern ist? Nun gut, vielleicht sind es tatsächlich die Tausende von Jahrhunderten, die uns davon trennen. Könnten wir als Argument glatt gelten lassen. Aber dennoch verliert doch mancher Streit oder manches Problem in Anbetracht dieser Tatsache ein wenig von seiner Wichtigkeit.

Das primäre Ziel jedes Lebewesens ist die Reproduktion zur Arterhaltung, was überall auch fleissig umgesetzt wird. Doch mit welchem Ziel? Wir leben auf einer Zeitbombe und können die Art genau so lange erhalten, wie die Bombe tickt. Bei solchen Gelegenheiten kommt mir immer Ottmar Hablützel in den Sinn, der am 15. Februar im Jahr 1'884'234’342 schwitzend 4400 M. ü. M. unter einer Dattelpalme auf dem Matterhorn liegt und in einem alten Buch blättert, während er sich überlegt, was ein „Holland“ ist und wie lustig die USA doch mit diesem 140'250 Quadratkilometer grossen Zipfel namens Florida ausgesehen haben.

Doch wer macht sich darüber schon Gedanken, wenn er, wie ich heute Morgen, vom ganz normalen Alltag gepackt wird. Taliban entführen Touristen, im nahen Osten werden Leute noch immer sinnlos in die Luft gejagt und die Grüne Partei Schweiz möchte, vermutlich auf Grund eines Schubes an akutem Realitätsverlust, die wählerstärkste Partei unseres Landes aus dem Bundesrat werfen und den Sitz für sich selber beanspruchen .

Lieber Planet Erde. Vielleicht ist es gar nicht so falsch, dass du verglühst.

15.8.07 07:39


"Notorische Querulanten" oder "Mein Held"

Was haben der 4. Juli, der 1. August und der 3. Oktober gemeinsam? Genau... Viel Lärm, Blitz und Donner, Alkohol und die Rechfertigung für die Chinesen eine ihrer kürzlich in die Luft (wörtlich zu nehmen) gegangenen Feuerwerksfabriken wieder aufzubauen. Natürlich mit den selben miesen Sicherheitsstandards wie schon bei der Fabrik zuvor... und der davor... und derjenigen vor dieser. Aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zu meinem Querulanten. Er war eigentlich ein ganz normaler Junge, gesund und gut genährt (naja ok sehr gut genährt), der nach der Oberstufe (in der Schweiz das Ende der obligatorischen Schulzeit) eine Lehre als Chemielaborant machte. Irgendwas scheint dabei nicht richtig gelaufen zu sein, denn der Kerl begann geistig zunehmen abzugeben (zu wessen Gunsten habe ich bis jetzt noch nicht herausgefunden. Ich kann die Angehörigen seiner Anhänger aber beruhigen und mit Sicherheit sagen, dass die ihn Umgebenden davon nichts abgekriegt haben). Naja um es kurz zu machen, es ging über Abends gröhlend den Hauseingang suchen, bis zum Totalschaden wegen einer abrupten Vollbremse [Baum oder Pfosten oder sonstwas massives].


Irgendwie lief das mehr oder weniger an mir vorbei, denn wenn man mir nicht gerade mit einer Kanone ins Schlafzimmer feuert, habe ich einen gesunden Schlaf. Doch kürzlich ist in den Laboatorien irgendetwas völlig daneben gegangen, denn dieses Jahr, am 31. Juli, einen Tag vor unserem Nationalfeiertag, lief der Kerl plötzlich mit einer Tüte selbst gebastelter Knallkörper amok. Nicht dass mich ein Knallkörper am Nachmittag um 3 stark stören würde, aber wenns dann nicht mehr aufhört, wirds irgendwie bald mal öde. Vor allem als er damit begann, diese "Thunder" vor unserer Terasse anzuzünden und dann weg zu rennen (der Typ ist 22!!!!!), hatte ich dann doch langsam ein merkwürdiges Gefühl und machte mir in zweiter Linie (in erster um meine Trommelfelle) echte Sorgen, wie der Typ die Kurve kriegen soll, wenn erstmals seine Mama nicht mehr für ihn sorgen will.

Aber was solls. Wirklich aufregen kann man sich darüber nicht wenn man sich vor Augen hält, dass das Zeugs was der Typ anzündet vermutlich noch intelligenter als er selber ist. Das Tolle war aber auch, dass er dann am 2. August morgens um 4 (!!!) vor meinem Fenster sein, wie ich damals dachte, letztes Pulver verschoss. Wie gesagt: Knallkörper am Nachmittag sind das eine, das find ich sogar selber lustig (ich mag Feuerwerk, wenn ichs nicht selber bezahlen muss). Doch wenn der mir morgens um vier mit einer selbst gebastelten Kanone durchs Zimmer schiesst (nur sprichwörtlich. Will die Geschichte ja nicht künstlich aufbauschen ) geht mir der Spass flöten, wie Milch im Netz.

Was mich dazu bewogen hat, diesen Text zu schreiben ist die Tatsache, dass ich heute um 21:45 vom Training nach Hause komme und zu meiner Überraschung (um noch ein bisschen Ironie in den Text zu bringen) den lieblichen Ton eines explodierenden, selbst gemachten "Thunders" höre. Nur hat der Typ dem Ganzen jetzt die Krone aufgesetzt, denn er ist gleich nach seiner Heldentat ins wartende Auto gestiegen (vermutlich ist dafür auch schon ein Baum, Pfahl oder sonst was massives vorbestimmt) und davon gebraust. Mein Held!

Eigentlich habe ich ja in Büchern gelesen, dass es dumme Menschen gibt die in unserer Gesellschaft weiter existieren dürfen (oder es vielleicht einfach tun), doch würde es mich nicht verwundern, wenn eines Tages ein freundlicher Herr bei seiner Familie klingelt und der guten Mutter feierlich den Darwin-Award für ihren total hängen gebliebenen Sohn überreicht.

Vermutlich wird er uns aber noch viele weiter Jahre mit Gegröhle und Geknalle erhalten bleiben. Ist ja eigentlich auch gut so, denn könnten wir einem gelehrigen Schimpansen oder einem Blindenhund noch mit gutem Gewissen hohe Intelligenz zusprechen, wenn wir nicht solche Menschen zum Vergleich beiziehen könnten?

 

6.8.07 22:52


Me vs. Blog-o-Manie

Schlussendlich hats mich dennoch gepackt. Eigentlich mache ich mir nichts aus zusätzlicher Arbeit und Internettrends. Zumindest voipe oder skype ich nicht und meine Chat-Zeiten sind vorbei. Doch irgendwie scheint mir das bloggen eine ganz passable Art von Seelenhygiene zu sein. Sich schreibwütig abreagieren ist vermutlich eh besser, als auf die Strasse zu gehen und Leute umzuschubsen.

Ich habe den Drang etwas zu schreiben. Einerseits weil ich einfach das Gefühl habe, dass ich etwas schreiben muss und andererseits weil es hier zur Zeit furchtbar langweilig ist. Vielleicht ist auch ersteres ein Resultat von letzerem. Gut möglich. Doch hab ich im Moment nichts, was ich mitteilen könnte. Darum werde ich einfach warten, bis etwas passiert, worüber es sich zu schreiben lohnt. Da ich vermutlich der einzige Leser meines Blogs bleiben werde, muss ich auch keine Angst haben, dass ich mein geschätztes Auditorium (schliesslich kann ich mir beim Lesen die ganze Zeit zuhören) mit, dem von mir Geschriebenen, langweile.

 

 

6.8.07 11:13





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